10. März 2026 · Lesezeit: 4 Min.
Krankengymnastik am Gerät, kurz KGG, ist eine besondere Form der Physiotherapie, bei der medizinische Trainingsgeräte gezielt zur Rehabilitation und Prävention eingesetzt werden. Anders als beim herkömmlichen Fitnesstraining steht bei der KGG die therapeutische Zielsetzung im Vordergrund. Jede Übung wird individuell auf Ihren Befund abgestimmt und unter fachkundiger Anleitung Ihres Physiotherapeuten durchgeführt.
Die Krankengymnastik am Gerät ist eine von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannte Heilmittelleistung. Sie kann von Ihrem Arzt verordnet werden und wird dann von Ihrer Krankenkasse übernommen. Eine Sitzung dauert in der Regel 60 Minuten und findet in einer kleinen Gruppe von maximal drei Patientinnen und Patienten statt.
Viele Patientinnen und Patienten fragen sich, worin der Unterschied zwischen KGG und dem Training im Fitnessstudio liegt. Der entscheidende Punkt ist die therapeutische Betreuung: In der Krankengymnastik am Gerät erstellt Ihr Physiotherapeut einen individuellen Trainingsplan, der exakt auf Ihre Diagnose, Ihre Beschwerden und Ihre Ziele zugeschnitten ist. Während des gesamten Trainings wird Ihre Bewegungsausführung überwacht und bei Bedarf korrigiert.
Im Fitnessstudio hingegen trainieren Sie meist nach allgemeinen Plänen und ohne therapeutische Begleitung. Bei bestehenden Verletzungen oder Erkrankungen besteht dort die Gefahr, durch falsche Übungsausführung die Beschwerden zu verschlimmern. Die KGG bietet Ihnen die Sicherheit einer professionellen Betreuung, die genau weiß, welche Übungen Ihnen helfen und welche Sie meiden sollten.
Die gerätegestützte Krankengymnastik eignet sich für eine Vielzahl von Beschwerdebildern und Patientengruppen:
In der Krankengymnastik am Gerät kommen verschiedene Trainingsgeräte zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem Seilzüge, Beinpressen, Latzüge und Rudergeräte. Ergänzend werden häufig freie Gewichte, Therabänder, Gymnastikbälle und Balance Boards verwendet. Die Auswahl der Geräte und Übungen richtet sich immer nach Ihrem individuellen Therapieziel.
Ein typisches Training kombiniert Kraftübungen zur Stärkung der betroffenen Muskelgruppen mit Übungen für die Beweglichkeit, die Koordination und die Ausdauer. Dabei wird die Intensität im Verlauf der Therapie schrittweise gesteigert, sodass Ihr Körper sich optimal an die wachsende Belastung anpassen kann.
Vor der ersten Trainingseinheit führt Ihr Therapeut eine ausführliche Befunderhebung durch. Er analysiert Ihre Beweglichkeit, Kraft und Koordination und erstellt auf dieser Grundlage Ihren persönlichen Trainingsplan. In der ersten Sitzung werden alle Geräte und Übungen ausführlich erklärt, damit Sie die korrekte Ausführung von Anfang an verinnerlichen.
Jede folgende Sitzung beginnt mit einem kurzen Aufwärmprogramm, gefolgt vom eigentlichen Gerätetraining. Ihr Therapeut ist während der gesamten Stunde anwesend, korrigiert Ihre Haltung und passt die Übungen bei Bedarf an. Zum Abschluss folgen Dehnübungen oder eine kurze Entspannungsphase. Im Laufe der Behandlungsserie werden Gewichte und Intensität kontinuierlich angepasst, um optimale Trainingsreize zu setzen.
In unserer Praxis in Offenbach am Main bieten wir die Krankengymnastik am Gerät mit modernen Trainingsgeräten an. Unser Therapeut John-Nick Raptis erstellt für Sie einen individuellen Trainingsplan und begleitet Sie bei jeder Sitzung persönlich. So stellen wir sicher, dass Sie sicher und effektiv trainieren und Ihre Therapieziele erreichen.